Am Mittwoch, dem 16. September 2026, unternahmen die 27 Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse einen Ausflug in den Zoo Liberec. Der Besuch passte hervorragend zu den aktuellen Unterrichtsinhalten und bot die Möglichkeit, Tiere, deren Lebensräume und die Aufgaben eines modernen Zoos unmittelbar kennenzulernen.
Trotz einer zunächst eher ungünstigen Wetterprognose hatten wir großes Glück: Bis etwa 15 Uhr schien die Sonne, sodass wir den Zoo bei angenehmem Wetter erkunden konnten.
Die An- und Rückreise erwies sich allerdings als echte Herausforderung. Wegen eines Kabeldiebstahls auf der Bahnstrecke zwischen Zittau und Ebersbach musste ein Schienenersatzverkehr eingesetzt werden. Dadurch verlängerte sich die ursprünglich geplante Fahrtzeit von etwa zwei auf rund drei Stunden.
Auch in Liberec mussten wir wegen eines weiteren Schienenersatzverkehrs auf die Straßenbahn verzichten und zusätzliche Zeit für die Weiterfahrt zum Zoo einplanen. Die Rückreise verlief ähnlich: Wieder mussten wir auf Ersatzbusse ausweichen, sodass wir schließlich etwa eineinhalb Stunden später als geplant in Bischofswerda ankamen. Trotz der vielen Umstiege, Wartezeiten und der langen Fahrt bewiesen alle Schülerinnen und Schüler Geduld, Ausdauer und gute Laune.
Im Zoo Liberec konnten wir zahlreiche Tiere beobachten. Besonders beeindruckend waren Zebras, Kamele, Affen, Eulen, Flamingos, Schildkröten, Löwen und Leoparden. Ein Höhepunkt war natürlich der berühmte weiße Tiger, der zu den besonderen Attraktionen des Zoos Liberec gehört.
Einige Tiere konnten wir leider nicht sehen. Der Elefantenbereich war leer, da die letzte Elefantin des Zoos Liberec kurz zuvor in ein neues Zuhause gebracht worden war. Mit ihrem Umzug endete nach mehr als 70 Jahren die Elefantenhaltung im Zoo. Auch die Giraffen waren nicht zu sehen, da ihr Pavillon derzeit renoviert wird.
Besonders nachdenklich machte uns das leere Seelöwenbecken. Ende August war der 17-jährige Mähnenrobbenbulle Hugo gestorben, nachdem er einen Teil einer Spielzeugpuppe verschluckt hatte, die in seinem Becken gelandet war. Bei der Obduktion wurde ein Puppenkopf im Verdauungstrakt des Tieres gefunden. Diese traurige Geschichte zeigte uns sehr deutlich, warum Tiere nicht gefüttert werden dürfen und warum niemals Gegenstände in Gehege oder Becken geworfen werden dürfen.
Nach dem Zoobesuch blieb noch Zeit für einen Spaziergang und Freizeit im Zentrum von Liberec. Die Schülerinnen und Schüler konnten tschechische Spezialitäten und kleine kulinarische Erinnerungen kaufen, die Stadt erleben und ihr Tschechisch außerhalb des Unterrichts anwenden. Beim Einkaufen, Fragen nach Preisen, Bestellen oder kurzen Gesprächen wurde deutlich, dass Sprachkenntnisse im Alltag besonders nützlich sind.
Der Besuch des Zoos war damit mehr als ein Unterrichtsausflug. Die Klasse konnte den ältesten Zoo Tschechiens besuchen, zahlreiche Tiere aus nächster Nähe erleben, Verantwortung gegenüber Tieren reflektieren und zugleich praktische Erfahrungen mit der tschechischen Sprache sammeln.
Trotz der langen und anstrengenden Reise war es ein schöner, abwechslungsreicher und lehrreicher Tag, an den sich die 7. Klasse sicher noch lange erinnern wird.
PhDr. Jana Štillerová
